Verpasst ist Verpasst – ProSieben sendet Programm mit Kopierschutz

19 04 2008

Wie dwdl.de exklusiv berichtet, ist es Momentan unmöglich das ProSieben Programm über analoges Kabel mit DVD- bzw. Festplatten Rekorder aufzuzeichnen.

Wer sein Fernsehsignal noch über das analoge Kabelnetz empfängt, hat seit Freitag ein Problem, wenn er das Programm des Münchener Fernsehsenders ProSieben aufzeichnen will. Ein Kopierschutz verweigert die Aufnahme auf dem heimischen DVD- oder Festplattenrecorder. Und das bundesweit bei allen großen Kabelnetzbetreibern. Nach DWDL.de-Recherchen sind Kunden von Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW betroffen. Immer neue Fernsehzuschauer berichten seit Samstagmorgen im Internet von dem Problem.

Soviel ist bislang bekannt: Ausgestrahlt wird der Kopierschutz via Wide Screen Signaling (WSS) über die vertikale Austastlücke. Über die Austastlücke übertragen die Fernsehsender üblicherweise das eigene Teletext-Angebot und auch die Daten für elektronische Programmführer (EPG) werden auf diesem Wege übertragen. Seit Freitag im Falle von ProSieben auch das Kopierschutzsignal, welches Aufnahmegeräte wie DVD- und Festplattenrecorder an der Aufzeichnung des ProSieben-Programms abhält. Stattdessen erscheint eine Fehlermeldung mit der Botschaft „Der Inhalt ist kopiergeschützt“ bzw. je nach Hersteller mit abweichendem Text.

Auf Nachfrage des Medienmagazins DWDL.de zeigte sich ProSieben zunächst ratlos. Eine Sprecherin kündigte eine konkrete Stellungnahme nach einer genaueren Analyse des Themas an. Exakt die gleichen Probleme mit der Aufnahme aus dem ProSieben-Programm gab es übrigens auch schon im vergangenen August bei DVB-T-Nutzern, die ebenfalls beim Versuch, eine Sendung aufzunehmen, nur den Fehlerhinweis erhielten, dass das Programm kopiergeschützt sei. Damals lag der Fehler am Encoder des ProSieben-Signals für die DVB-T-Verbreitung, die deutschlandweit von der Telekom-Tochter T-Systems gesteuert wird.

Spekulieren lässt sich nun viel: Durch Video on Demand-Angebote wie das Maxdome oder RTL now sowie diversen Abruf-Videos auf den jeweiligen Websites bieten inzwischen mehrere Sender neue Möglichkeiten, verpasste Programme noch einmal zu sehen. Teils ist dies kostenlos möglich, teils gegen Entgelt. Für die Sender haben diese Nutzungsmöglichkeiten gegenüber dem zeitversetzten Fernsehen durch private Aufnahmen zwei entscheidende Vorteile: Sie können die Nutzung messen und darüber hinaus durch Bezahlangebote oder nicht überspringbare Werbepausen weitere Erlöse erzielen.

Dennoch: Die Panne bei der DVB-T-Verbreitung im vergangenen August lässt auch beim jetzigen Kopierschutz für Kabelkunden zunächst eine Panne vermuten. Die Unterbindung von privat aufgezeichnetem, zeitversetztem Fernsehen wäre auch deshalb eine fragwürdige Absicht, da sich die großen deutschen Fernsehsender gemeinsam in der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) dazu entschlossen haben, ab kommendem Jahr durch eine neue Quotenmessung auch eben genau diese Nutzung zu erfassen. Bleibt also – am Ende aller Spekulation – nur das Warten auf eine Erklärung von ProSieben. Sie wird klären ob sich beim Kopierschutz um eine wiederholte technische Panne oder den Anfang einer TV-Revolution handelt. (QUelle: dwdl.de)
Hoffen wir mal das es sich tatsächlich nur um eine Panne handelt. Sonst wird es bald keinen Grund mehr geben sich einen Festplattenrecorder zu leisten. Revolutionär wäre das aber alle mal.




Das Ende des Formatkriegs – Blu-Ray gewinnt

20 02 2008

Sicherheitshalber mal noch ein paar Tage abgewartet, aber nun scheint es gewiss zu sein. Was sich die letzten Wochen angedeutet hat und doch schneller ging als erwartet ist nun Realität. Blu-Ray das Format von Sony hat sich gegen die HD-DVD durchgesetzt. Toshiba hat bestätigt, dass die Produktion und Entwicklung von HD-DVD-Produkten eingestellt wird. Der Vertrieb der Produkte wird noch bis Ende März 2008 fortgesetzt. Jedoch will Toshiba weiterhin an dem HD-Produkt im Bereich der Speichermedien festhalten.

Mittlerweile hat auch Universal die HD-DVD endgültig aufgegeben. Damit ist von den Hollywood-Majors nur noch Paramount inklusive Dreamworks auf der Seite der HD DVD. Aber dies wird sicher auch nur eine Frage der Zeit sein, bis diese auf Blu-Ray umsteigen.

Schade für Toshiba, besser für den Kunden. Endlich weiß man für was man ohne schlechtes Gewissen Geld ausgeben kann. Wenn jetzt noch die Verkäufe anziehen und somit evtl auch die Preise sinken. Sollte dem endgültigen Siegeszug der Blu-Ray Disc nichts mehr im Wege stehen.





HD-DVD/Blu-Ray – Saturn ergreift Partei

30 01 2008

Ich weiß die Nachricht ist schon einen Tag alt, aber ich bin gestern einfach nicht dazu gekommen. ;) Trotzdem ist dies noch eine Meldung wert. Vor allem hätte ich nicht damit gerechnet das jetzt auch der Handel in den Formatkrieg mit eingreift und sich somit eine Einnahmequelle mehr oder weniger zum erlöschen bringt.

Aber um was geht es eigentlich?

Wer bei Saturn einen neuen Blu-ray-Player von Sony kauft, kann seinen alten HD-DVD-Player in Zahlung geben. Dafür erhält man 150 Euro, die vom Verkaufspreis des neuen Geräts abgezogen werden. Das Sony-Modell BDP-S300 würde dann statt 499 nur noch 349 Euro kosten, rechnet Saturn vor.

Zudem lockt man die Käufer mit acht kostenlosen Blu-ray-Titeln. Die Spielfilme „Der Patriot“ und „Hitch: Der Date-Doktor“ liegen dem Paket bereits bei. Registriert man sich online, erhält man zudem „Spiderman 3″, „50 erste Dates“, „Das Streben nach Glück“ und alle drei Teile von „Fluch der Karibik“.

Grundsätzlich können alle in Deutschland erhältlichen HD-DVD-Player bei Saturn in Zahlung gegeben werden. Ausgeschlossen sind lediglich das HD-DVD-Laufwerk der Xbox 360 sowie die Laufwerke für den PC. Weitere Informationen findet man im Saturn-Prospekt (PDF).





(Pinguin)-DVD der Woche: Könige der Wellen (Surf’s up)

27 01 2008

(Pinguin)-DVD der Woche: Könige der Wellen (Surf’s up)Wie versprochen hier ist meine Review zu „Könige der Wellen“ (Surf’s up). Der Film hatte ich mich schon im Kino begeistert, so das ich kaum abwarten konnte das dieser nun auch auf DVD erscheint. Vor allem bei diesem super Angebot von 9,95€ bei Amazon.

Der Film kommt in einem kleinen schmucken Glanzschuber als Single-DVD Edition daher. Hier rauf findet sich der Film (welche Überrschung) , der Trailer, ein Making of, entfallene Szene, DVD-Spiele und zwei Kurzfilme. Bei den Kurzfilme handelt es sich um „The ChubbChubbs“ (gewann 2002 einen Oscar als bester „Animations Kurzfilm“) und „The ChubbChubbs Save Xmas“.

Aber nun genug des Vorspiels kommen wie zu dem Animationsfilm, welcher dieses Jahr den Oscar verdient.

Also wer es noch nicht wusste: Surfen wurde von den Pinguinen erfunden. So wundert es auch niemanden, wenn die Vögel untereinander ihre eigenen Surf-Wettbwerbe abhalten. Und genau bei einem dieser Wettkämpfe will Cody Maverick teilnehmen. Cody ist als surfender Pinguin ein Sonderling unter seinen Artgenossen in der Antarktis. Daher nimmt er den nächstbesten Wal in Richtung Südsee, wo er die Chance erhält dem scheinbar übermächtigen Konkurrenten Tank den Titel ab zunehmen. Vor Ort muss Cody jedoch einsehen, dass dazu noch ein klein wenig mehr gehört, als Risikobereitschaft. Auf seinen Abenteuer zu seinem Ziel lernt er zu verstehen das Freundschaft eventuell mehr bedeutet als zu gewinnen. Und als er tatsächlich bis ins große Finale kommt, steht Cody vor seiner schwersten Entscheidung….

Sicherlich ist das keine Story, welche nur so vor Innovation strotzt. Doch was macht „Könige der Wellen“ besser als „Jadgfieber“, welches auch aus dem Hause Sony kam?

Einfach alles. Hier geht die Post ab, die Sprüche fallen an den richtigen Orten und der dazugehörige Soundtrack (Green Day, Incubus, etc.) vermittelt ein herrliches Gefühl von Sommerferien. Dazu kommen die genialen Charaktere, von denen jeder seinen eigenen Charme verbreitet. Von den vielen Einzelheiten, die man wohl erst beim wiederholten Mal gucken sehen wird, ganz zu schweigen.

Könige der Wellen ist eine computeranimierte Sport-Mockumentary über Pinguin-Surfmeisterschaften, und genau das macht ihn so besonders. „Könige der Wellen“ wirkt wie eine Dokumentation welche die Geschichte von Cody Maverick (gesprochen von Robert Stadlober) beleuchtet. Der Eindruck wird verstärkt durch eingefügte (Pinguin-) Interviews und dazwischen geschnittenen Surfszenen. Die neuartige Kameratechnik, welche hier zum Einsatz kommt verstärkt noch mehr das Gefühl mitten drin zu sein im Geschehen und verleiht dem Film einen ganz besonderen Rhythmus. So bewegt sich der Film sprunghaft von hier nach dort, verharrt mal kurz bei der Rahmenhandlung und zeigt im nächsten Moment wieder Rückblicke auf Nebendarsteller. Exakt dieser Rhythmus macht den Film so anders und hebt ihn meiner Meinung nach aus der Masse der anderen Animationsfilme heraus.

Selten habe ich so einen kurzweiligen Animationsfilm gesehen (Okay er geht ja auch nur 82 Minuten). Hier hat vorne und hinten fast alles gestimmt, auch wenn man ein paar Abstriche hinsichtlich der Story geben muss. Aber ansonsten erhält er von mir eine 8.5/10.

Könige der Wellen DVD für 9,95€
Könige der Wellen [Blu-ray] für 29,95€





HD-DVD / Blu-Ray – Kunden entscheiden Formatkrieg

25 01 2008

Bemerkenswert:

„In der ersten Januarwoche waren noch über 48 Prozent aller in den USA verkauften Player HD-DVD-Geräte. In der zweiten Januarwoche – Warner hatte seinen Ausstieg Ende der ersten Woche des Jahres verkündet – entschieden sich nur noch 7,47 Prozent der Kunden für einen solchen Player – und 92,53 Prozent für einen Blu-ray-Player. Deutlicher geht es kaum. “ (Quelle: spiegel.de)

Also mit so einem starken Einbruch innerhalb kürzester Zeit hatte ich nicht gerechnet, dachte eher das sich der Formatkrieg in den nächsten 2 Jahren erst entscheidet. Aber wie es scheint geht dies schneller als gedacht.





DVD der Woche: Confession of Pain

20 01 2008

Confession of Pain Cover

Nach zwei Wochen im Regal hat es heute endlich Confession of Pain in meinen DVD-Player geschafft.

Die deutsche DVD kommt in einem dünnen Digipak als Single-DVD Edition daher. Auf welcher sich der Film, die üblichen Trailer, ein Making of und eine Pressekonferenz zum Film finden. Das Making Of besteht aus zahlreichen, jeweils etwa zwei Minuten langen Einspielern, die zusammen eine Länge von etwa 33 Minuten ergeben. Die darin enthaltenen Interviewpassagen besitzen wie meist üblich nur Werbecharakter, da sie entweder den Inhalt des Films referieren oder mit Sätzen wie „XY ist ein wunderbarer Schauspieler“ aufwarten. Darüber hinaus überschneiden sich viele der kurzen Filme. Das Making Of endet mit einem zweiminütigen Musikvideo. Die etwa 10minütige Pressekonferenz ist ganz nett anzuschauen, ohne dass sie jedoch viele Informationen vermittelt.

Der Film handelt von den beiden Polizisten Bong (Takeshi Kaneshiro ; „House of Flying Daggers“) und Lau Chiu-Wai(Tony Leung ; „Infernal Affairs“) welche die besten Freunde sind. Von einem Einsatz zurück gekehrt findet Bong seine Freundin mit aufgeschnittenen Pulsadern im Bett – sie ist tot. Darauf hin kündigt er seinen Job im Morddezernat und ergibt sich dem Alkohol, während er als Privatdetektiv sich mehr oder weniger großen Fällen widmet. Drei Jahre Später benötigt Lau die Hilfe seines Freundes, denn Lau’s Schwiegervater wurde ermordet und Lau steht unter verdacht.

Andrew Lau und Alan Mak (Infernal Affairs) gehen ein etwas ungewohnten Weg für einen klassischen Krimi. „Confession of Pain“ enthüllt schon nach wenigen Minuten die Identität des Mörders. Das Tatmotiv entfaltet sich folglich erst im Laufe der Handlung, bis es am Ende schließlich vollständig zu Tage tritt. Der Weg dahin ist gepflastert mit atmosphärischen Bildern, deren geradezu wehmütiger und leider auch etwas flachen Handlungsfluss den Schmerz der beiden Hauptfiguren in Bildern des nächtlichen Hong-Kongs einbettet. In ihren Handlungen existiert entweder die Dynamik der Verzweiflung, wie bei Lau Ching Hei, oder die Lethargie der Verzweiflung, wie bei Bong. Alles in allem zeigt „Confession of Pain“ den Weg von zwei Menschen, bei den das Leben tiefe Narben hinterlassen hat und wie beide versuchen diese Wunden auf ihre Art und Weise zu heilen.

Der Film ist wirklich schön fotografiert/gefilmt (bekamm nicht umsonst einen Hong Kong Film Award „Best Cinematography“ und bietet die eine oder andere Wendung. Die Wendungen sind zwar nicht allzu überraschend für einen regelmäßigen Filmschauer, aber passen trotzalledem in die Handlung und wirken nicht überkonstruiert. Jedoch fehlt alles in allem die Substanz, aber der Film ist immer noch besser als so manchen Hollywood-Blockbuster. 7/10

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