Nach zwei Wochen im Regal hat es heute endlich Confession of Pain in meinen DVD-Player geschafft.
Die deutsche DVD kommt in einem dünnen Digipak als Single-DVD Edition daher. Auf welcher sich der Film, die üblichen Trailer, ein Making of und eine Pressekonferenz zum Film finden. Das Making Of besteht aus zahlreichen, jeweils etwa zwei Minuten langen Einspielern, die zusammen eine Länge von etwa 33 Minuten ergeben. Die darin enthaltenen Interviewpassagen besitzen wie meist üblich nur Werbecharakter, da sie entweder den Inhalt des Films referieren oder mit Sätzen wie „XY ist ein wunderbarer Schauspieler“ aufwarten. Darüber hinaus überschneiden sich viele der kurzen Filme. Das Making Of endet mit einem zweiminütigen Musikvideo. Die etwa 10minütige Pressekonferenz ist ganz nett anzuschauen, ohne dass sie jedoch viele Informationen vermittelt.
Der Film handelt von den beiden Polizisten Bong (Takeshi Kaneshiro ; “House of Flying Daggers”) und Lau Chiu-Wai(Tony Leung ; “Infernal Affairs”) welche die besten Freunde sind. Von einem Einsatz zurück gekehrt findet Bong seine Freundin mit aufgeschnittenen Pulsadern im Bett – sie ist tot. Darauf hin kündigt er seinen Job im Morddezernat und ergibt sich dem Alkohol, während er als Privatdetektiv sich mehr oder weniger großen Fällen widmet. Drei Jahre Später benötigt Lau die Hilfe seines Freundes, denn Lau’s Schwiegervater wurde ermordet und Lau steht unter verdacht.
Andrew Lau und Alan Mak (Infernal Affairs) gehen ein etwas ungewohnten Weg für einen klassischen Krimi. „Confession of Pain“ enthüllt schon nach wenigen Minuten die Identität des Mörders. Das Tatmotiv entfaltet sich folglich erst im Laufe der Handlung, bis es am Ende schließlich vollständig zu Tage tritt. Der Weg dahin ist gepflastert mit atmosphärischen Bildern, deren geradezu wehmütiger und leider auch etwas flachen Handlungsfluss den Schmerz der beiden Hauptfiguren in Bildern des nächtlichen Hong-Kongs einbettet. In ihren Handlungen existiert entweder die Dynamik der Verzweiflung, wie bei Lau Ching Hei, oder die Lethargie der Verzweiflung, wie bei Bong. Alles in allem zeigt “Confession of Pain” den Weg von zwei Menschen, bei den das Leben tiefe Narben hinterlassen hat und wie beide versuchen diese Wunden auf ihre Art und Weise zu heilen.
Der Film ist wirklich schön fotografiert/gefilmt (bekamm nicht umsonst einen Hong Kong Film Award “Best Cinematography” und bietet die eine oder andere Wendung. Die Wendungen sind zwar nicht allzu überraschend für einen regelmäßigen Filmschauer, aber passen trotzalledem in die Handlung und wirken nicht überkonstruiert. Jedoch fehlt alles in allem die Substanz, aber der Film ist immer noch besser als so manchen Hollywood-Blockbuster. 7/10
Die DVD (HK-Version) steht hier auch noch ungesehen rum… aber da ist sie nicht alleine